Muslime und ihre Wahrnehmung der Anderen

Als Imam des House of One arbeite ich an einem Projekt, der eine interreligiöse Dialogbereitschaft fordert. Kurz nachdem wir mit unserem Haus der drei abrahamitischen Religionen in die Öffentlichkeit gingen, erhielt ich einen koranischen Zitat, der aufforderte, Juden und Christen nicht zu Freunden zu nehmen. Darf der Muslim keine nichtmuslimischen Freunde haben? Ist der Dialog im Islam verpönt? Kann es für Muslime nur einen nicht ernst gemeinten “Kuscheldialog” geben? Oder lässt sich aus dem Koran bzw. aus der Prohetenbiographie ein aufrichtiges Dialogverständnis ableiten? In diesem Zusammenhang soll dieser Vortrag ein Einblick in die Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung im Islam und in die Beziehungen der Muslime zu den „Anderen“ gewähren.