Die Bara´a-Nacht

“O Allah, segne die Monate Radjab und Schaʿbān und führe uns in den Ramadan” – Prophet Muhammed (ﷺ – Frieden und Segen seien mit ihm). 

اَللّهُمَّ باَرِكْ لَناَ فِي رَجَبَ وَ شَعْبَانَ وَ بَلِّغْنآَ رَمَضاَنَ

Von den gesegneten drei Monaten haben wir den Monat Radjab nun hinter uns gelassen und befinden uns somit im Monat Schaʿbān. Die Nacht vom 14. auf den 15. diesen Monats (dieses Jahr am Abend des 27. März) ist die gesegnete Barāʾa-Nacht. Das Wort barāʾa kommt aus dem arabischen und bedeutet soviel wie „entfernt sein“, „rein/unschuldig sein“ oder „sich freisprechen“. Deshalb ist diese Nacht auch als Nacht der Vergebung bekannt. Sie ist zugleich der Verkünder des Fastenmonats Ramadan, der zwei Wochen später beginnt. Somit dient die Nacht der Vergebung auch als eine spirituelle Vorbereitung auf den Fastenmonat.

In einem von ʿAlī ibn Ebī Ṭālib überlieferten Hadith heißt es:

„Der Gesandte Gottes (ﷺ ) sagte:

Wenn die Nacht des 15. Schaʿbān erreicht ist – und die werden wir, so Gott will, heute erreichen –, dann verrichte in dieser Nacht Gebete und verbringe den Tag mit Fasten. Mit Sicherheit spiegelt sich Gott in dieser [Nacht] mit dem Sonnenuntergang an der Himmelsphäre der Erde wider und sagt:

«Gibt es niemanden, der um Vergebung bittet, damit Ich ihm vergeben kann?

Gibt es niemanden, der um Versorgung bittet, damit Ich ihn versorgen kann?

Gibt es keinen, der Sorgen hat, dem Ich diese nehmen kann?»

Dieser Ruf dauert dann bis zum Morgengrauen an.“

Ausgehend von diesem Hadith hoffen Gläubige in dieser Nacht, die Barmherzigkeit und den Segen Gottes zu erlangen und somit von ihren Sünden freigesprochen zu werden. Muslim:innen verbringen die Barāʼa-Nacht mit Koranlesungen, Gottesgedenken, Lobpreisungen Gottes und Vergebungsersuchungen.

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Hüseyin Kahraman